Rheuma („rheumatoide Arthritis“) ist eine häufige Krankheit der Gelenke, für die es keine Heilung gibt. Jedoch stehen verschiedene Behandlungen zur Verfügung: zum Beispiel Medikamente und Physiotherapie. Sie haben das Ziel, Beschwerden wie Schmerzen und Schwellungen sowie Kraftlosigkeit und Steifheit der Gelenke in Schach zu halten [3,4].
Es kursieren auch Mittel und Empfehlungen, die nicht zur etablierten Rheuma-Therapie gehören. So sollen spezielle Diäten oder Nahrungsergänzungsmittel (zum Beispiel: Kurkuma, Braunhirse, Hagebuttenpulver) die Beschwerden lindern.
Hilfe aus der Pflanzenwelt?
Dazu gehören Mittel aus Wilfords Dreiflügelfrucht, auf Chinesisch „Lei Gong Teng“ und Lateinisch Tripterygium wilfordii. Der Kletterpflanze aus Ostasien wird nachgesagt, bei einer rheumatoiden Arthritis zu helfen.
Denn die Pflanze ist angeblich wirksam gegen Entzündungen und ein überaktives Immunsystem. Beides spielt bei einer rheumatoiden Arthritis eine entscheidende Rolle [3,4].
Zwei kleine Studien
Eine „natürliche“ und „pflanzliche“ Alternative klingt durchaus attraktiv. Aber lindern Mittel aus der Dreiflügelfrucht tatsächlich Beschwerden bei rheumatoider Arthritis? Und wie steht es um die Sicherheit, gerade bei einer langfristigen Einnahme?
Zu diesen Fragen ist die Studienlage nicht gerade üppig [1,2]. Zur Wirksamkeit haben wir zwei Studien auswerten können. Sie kommen zu dem Schluss, dass die Einnahme von Dreiflügelfrucht-Mitteln manche Rheumabeschwerden eher verbessern könnte als ein Placebomittel.
Nur wenig Vertrauen
Allerdings: Das Vertrauen, das wir in dieses vorläufige Ergebnis setzen, ist nur niedrig. Zwar hatten die Studien durchaus einige Qualitätsmerkmale; sie waren aber mit insgesamt 105 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu klein und nicht gut miteinander vergleichbar.
Auch haben sich nur manche Symptome laut Studienteams verbessert, andere wiederum nicht. All dies lässt die Aussagekraft also dürftig erscheinen.
Nebenwirkungen möglich
Auch die Nebenwirkungen sind nicht besonders gut erforscht. Möglich sind Menstruationsbeschwerden, eine verringerte Fruchtbarkeit bei Männern, Störungen beim Harnlassen, Kopfschmerzen sowie häufigere Infektionen [3].
Ein häufiges Leiden
Etwa jede hundertste Person erkrankt im Laufe des Lebens an rheumatoider Arthritis; Frauen sind häufiger betroffen.
Bei einer rheumatoiden Arthritis greift das Immunsystem den Körper an. Dies führt zu Entzündungen in den Gelenken – zum Beispiel sind Finger, Handgelenke oder Füße betroffen.
Schmerzen, Schwellungen, Steifheit, Kraftlosigkeit, Erschöpfung und Rheumaknoten unter der Haut zählen zu den typischen Anzeichen. Dies kann starke Einschränkungen der Lebensqualität und psychische Belastungen mit sich bringen [4].
Mehr wissenschaftlich gesicherte Informationen zur rheumatoiden Arthritis (Ursachen, Therapien usw.) finden Sie auf den Seiten von www.gesundheitsinformation.de [4].
Wir haben uns bereits den Fragen gewidmet, ob MSM oder Radon bei Rheuma helfen kann.